Traumjob MFA? So starten Sie gut vorbereitet ins Berufsleben

Traumjob MFA? So starten Sie gut vorbereitet ins Berufsleben

Angehende MFA sind verhältnismäßig jung.1 Wie gelingt der Übergang ins Berufsleben leichter und wie können Auszubildende vom gesamten Praxisteam unterstützt werden? Diese Kompetenzen sind wichtig für zukünftige MFA.

Gruppenbild des Praxisteams

Medizinisches Know-how, Organisationstalent und echte Fürsorge – was ist hilfreich, um erfolgreich die MFA-Ausbildung abzuschließen? Mit Ausbruch der Coronapandemie wurden bei angehenden MFA erhebliche gesundheits-, arbeits- und ausbildungsbezogene Mehrfachbelastungen festgestellt. So stieg die Zahl der Ausbildungsabbrüche bei MFA sprunghaft von 27,6 % (2021) auf 32,2 % (2022) und erholte sich 2023 leicht auf 30 %.1 Was sind häufige Probleme und wie können Sie Ihre Azubis dabei unterstützen, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen?

Im Vergleich zu Auszubildenden anderer Gesundheitsfachberufe sind angehende MFA im Schnitt wesentlich jünger: 14,4 % der MFA-Auszubildenden waren 2023 bei Vertragsschluss erst 16 Jahre alt und jünger.1

Viele Jugendliche haben bei Ausbildungsbeginn keine oder nur wenig konkrete Vorstellungen von den Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen. Die Berufswahl ist vor allem bei jungen Frauen auch von Idealen geleitet – sie verbinden mit dem Job einen sozialen Nutzen. Jedoch hätte sich die Hälfte der angehenden MFA-Auszubildenden in einer Umfrage nicht oder nur eventuell noch einmal für diese Berufsausbildung entscheiden.1

Unrealistische oder keine direkten Vorstellungen über die zukünftige Tätigkeit wären eine mögliche Erklärung, warum die Kenntnisse und Fähigkeiten angehender MFA zu Beginn der Ausbildung oft nicht den beruflichen Anforderungen entsprechen. Vor Ausbildungsbeginn ist daher eine realistische Orientierung über die beruflichen Anforderungen sinnvoll. So könnten spätere kognitive, physische und psychosoziale Überforderung vermieden werden.1

  • Verschwiegenheit,
  • Freundlichkeit,
  • Aufmerksamkeit,
  • Taktgefühl,
  • gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift,
  • Organisationsvermögen.
  • Blut abnehmen und im Labor untersuchen,
  • an Früherkennungsmaßnamen erinnern,
  • Schriftverkehr,
  • Terminplanung,
  • Bestellung von Material,
  • Vorbereitung der Abrechnung.

Ausbildungspraxen stuften sprachlich-kommunikative Kompetenzen als wichtig bzw. sehr wichtig ein. Allerdings wurden diese bei Auszubildenden zu Beginn der Ausbildung von einem Viertel der Praxen als eher unzureichend bzw. defizitär eingeschätzt; weitere Praxen waren in dieser Einschätzung noch unentschlossen.1

MFA sind gefordert, sich schnell an wechselnde Patientenkontakte anzupassen. Dabei müssen sie ihre Gefühle wie Ärger, Scham und Ekel kontrollieren, um angemessen mit den Patient:innen umgehen zu können. Ein Mangel an Sozialkompetenz gilt als einer der Hauptgründe für Ausbildungsabbrüche bei MFA.1

Dabei ist die soziale Interaktion mit Patient:innen eine wichtige Motivation für den Berufswunsch. Gleichzeitig gehen Tätigkeiten im direkten Personenkontakt mit hohen emotionalen Anforderungen einher – wenn z. B. auf Gefühlslage der Patient:innen eingegangen werden muss. Doch insbesondere junge Auszubildende sind wenig auf diese sozialen Interaktionen vorbereitet, sodass schwierige Situationen im Patientenkontakt als belastend empfunden werden können.1

Doch da eben gerade der Umgang mit Menschen die angehenden MFA beruflich am meisten motiviert, könnte kontinuierliche Unterstützung durch pädagogisch qualifizierte Ausbildende und Kompetenzförderung in diesem Bereich während der gesamten Ausbildung eine protektive Schlüsselrolle zukommen.1

  • ein hohes Arbeitspensum und
  • unvorhergesehene Ereignisse bei zugleich eingeschränkten Handlungsspielräumen.

In der MFA-Ausbildung besteht oft eine enge Arbeitsbeziehung mit den Ärzt:innen und den Fachkräften. Bei guter Zusammenarbeit kann das eine Ressource sein. Jedoch birgt diese Konstellation auch Potenzial für zwischenmenschliche Konflikte. Denn: Kommunikationsprobleme im Team und mit den Vorgesetzten tragen wesentlich zum Nachdenken über einen Abbruch oder sogar Beendigung der Ausbildung bei. Das lässt einen angenehmen und konstruktiven Umgang miteinander umso relevanter erscheinen.1

Personalengpässe können zu Belastungen in der Zusammenarbeit im Team und mit den Vorgesetzten führen. Die meisten der angehenden MFA fühlen sich jedoch von ihren Ausbildenden gut behandelt.1

  • Förderung kommunikativer und konfliktlösender Kompetenzen der Auszubildenden – dies ist entscheidend für den Umgang mit Patient:innen, im Team und für die adäquate Vertretung eigener Ausbildungsinteressen
  • Präventiver Support der Auszubildenden mit festen Bezugspersonen
  • Gezielte Förderung benötigter Ausbildungsvoraussetzungen
  • Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz von Auszubildenden im Umgang mit beruflichen Herausforderungen

DE-NON-08377 05/26

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