Herdenimmunität – Schutz für Individuum und Gemeinschaft

Herdenimmunität – Schutz für Individuum und Gemeinschaft

Was bedeutet Herdenimmunität und wen soll sie schützen? Lesen Sie hier, wie der Gemeinschaftsschutz erreicht und wodurch er gefährdet werden kann.

Klötze mit vielen geimpften, wenigen ungeimpften und einer infektiösen Figur

Impfungen dienen dem Schutz aller Menschen vor ansteckenden Krankheiten. Allerdings gibt es auch Personen, die sich nicht impfen lassen können. Dazu zählen beispielsweise:1

  • Babys aufgrund ihres Alters
  • Personen mit einer chronischen Erkrankung

Diese sind daher darauf angewiesen, dass ihr Umfeld durch eine entsprechend hohe Impfrate Schutz vor Ausbreitung und Ansteckung mit der Krankheit bietet. Das bezeichnet man als Herdenimmunität oder auch Gemeinschaftsschutz, da der eigene Impfschutz zum Schutz der Gemeinschaft beiträgt. Ist eine ausreichende Anzahl an Menschen geimpft, kann das Auftreten einiger Krankheiten sogar verhindert werden.1

Einfluss der Impfquote

Unter der Voraussetzung, dass in einer Region der Anteil der Geimpften in der Bevölkerung hoch ist und die Erreger nur von Mensch zu Mensch übertragen werden, kann sich eine Krankheit dort nicht ausbreiten. Bei Erregern wie beispielsweise Tetanus-Bakterien, FSME- oder Tollwut-Viren, die auch von Tieren weitergegeben werden, ist immer nur ein individueller Schutz der Geimpften möglich.2

Die Wirksamkeit von Impfungen und damit die notwendige Durchimpfungsrate werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst:2

  • Auswirkungen der Immunität von Müttern auf ihre Neugeborenen
  • Alter bei Impfung
  • Verteilung von Impfstoffen
  • Immunität
  • Individuell verminderte Immunkompetenz durch z. B. Immundefekte

Die größte Gefahr für das Erreichen der Herdenimmunität geht allerdings von Impfmüdigkeit aus. Ist der Anteil der geimpften Bevölkerung zu gering, sind Nicht-Geimpfte nicht mehr mitgeschützt. Erfolgt die Ansteckung dann nicht mehr im Kindesalter, sondern später, kann das besonders gefährlich sein, insbesondere bei folgenden Krankheiten:2

3 wichtige Maßnahmen für eine Herdenimmunität

Wie können Sie möglicherweise helfen, die Impfquoten zu verbessern und die bestehenden Impflücken zu schließen? Mit den 3 folgenden wichtigen Maßnahmen können Sie das Erreichen einer Herdenimmunität unterstützen.2

  1. Sie können zu impfende Personen über ausstehende Impfungen informieren.3
  2. Sie können Informationsmaterial zur entsprechenden Impfung aushändigen und Sie zur Durchführung motivieren.3
  3. Sie können die Ärzt:innen auf eventuelle Impflücken hinweisen.3

Ein professionelles Impfmanagement mit klaren Abläufen für die Impfberatung und -dokumentation und die gezielte Einladung von Patient:innen zu Impfterminen können dabei helfen.2

Quellen

  1. Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Gemeinschaftsschutz: Schutz für den Einzelnen und die Gemeinschaft. Abrufbar unter: https://www.infektionsschutz.de/impfen/wissenswertes-zum-impfen/gemeinschaftsschutz/ [eingesehen am 05.02.2026].
  2. Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa). Herdenimmunität: Mit Impfungen sich selbst und andere schützen. Aktueller Stand: 22.01.2021. https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/impfen/herdenimmunitaet [eingesehen am 05.02.2026].
  3. Robert Koch-Institut (RKI). Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026. Epid Bull 2026;4:1-79.
VaccineCare-Logo
Chat Support
How can we help you today?
Welcome! Click below to start a conversation with our support team.

We value your privacy. By continuing, you agree to our privacy policy.

Your chat conversation may be recorded for quality assurance purposes.