HPV-Impfung bei Erwachsenen: Wer kommt infrage – und wie erkenne ich geeignete Patienten im Praxisalltag?

HPV-Impfung bei Erwachsenen: Wer kommt infrage – und wie erkenne ich geeignete Patienten im Praxisalltag?

Gruppe junger Erwachsener im Freien vor einem modernen Gebäude, drei Personen sind mit gelben Rahmen und den Namen „Leah“, „Paul“ und „Julia“ markiert.

Warum ist die HPV-Impfung für Erwachsene wichtig?

HPV-Impfung als wichtigste Präventionsmaßnahme

MFAs haben eine Schlüsselrolle

1. Junge Erwachsene vor Reisen – Impfpass-Check bei Reiseimpfberatung

Beispiele:

Junge Frau mit langen Haaren, daneben Infotext: Leah, 25, Studentin aus Berlin, plant eine Asienreise und möchte sich zu empfohlenen Reiseschutzimpfungen beraten lassen. HPV-Impfstatus negativ.
Junge Frau mit langen Haaren, daneben Infotext: Leah, 25, Studentin aus Berlin, plant eine Asienreise und möchte sich zu empfohlenen Reiseschutzimpfungen beraten lassen. HPV-Impfstatus negativ.
Junger Mann mit Bart, daneben Infotext: Marc, 25, BWL-Student aus Berlin, in einer festen Beziehung, plant eine mehrmonatige Asienreise mit seiner Freundin und möchte empfohlene Reiseschutzimpfungen erhalten. HPV-Impfstatus negativ.
Junger Mann mit Bart, daneben Infotext: Marc, 25, BWL-Student aus Berlin, in einer festen Beziehung, plant eine mehrmonatige Asienreise mit seiner Freundin und möchte empfohlene Reiseschutzimpfungen erhalten. HPV-Impfstatus negativ.

  • Impfzeitplan mit der Reise vereinbaren
  • mögliche unerwünschte Ereignisse kurz vor Abreise
  • Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Wenn andere Impfungen für die Reise auf Grund zeitlicher Engpässe priorisiert werden müssen, trotzdem die Gelegenheit nutzen und einen Termin für die HPV-Impfung nach dem Urlaub zu vereinbaren.
  • Die HPV-Impfung ist auch mit gewissen anderen Impfungen zeitgleich möglich.*,5
  • Seit 2007 werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Daten zur Sicherheit der HPV-Impfung gesammelt und sie wird als in der Regel gut verträglich bewertet.5
  • Die meisten gesetzlichen Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung auch für erwachsene Frauen und Männer im Alter von 18 – 26 Jahren. Es sollte vorab geklärt werden, ob dies auch auf die eigene Krankenkasse zutrifft.
  • Die wichtigste Maßnahme zur Prävention bestimmter HPV-bedingter Erkrankungen ist die HPV-Impfung.1

2. Familiäre Krebsbelastung – hohe Präventionsbereitschaft nutzen

Beispiele:

Junge Frau mit langen Haaren, daneben Infotext: Julia, 25, Grafikdesignerin aus Düsseldorf, verheiratet, möchte sich wegen familiärer Krebsvorgeschichte umfassend zu Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen beraten lassen. HPV-Impfstatus negativ.
Junge Frau mit langen Haaren, daneben Infotext: Julia, 25, Grafikdesignerin aus Düsseldorf, verheiratet, möchte sich wegen familiärer Krebsvorgeschichte umfassend zu Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen beraten lassen. HPV-Impfstatus negativ.
Junger Mann mit kurzen Haaren und Bart, daneben Infotext: Daniel, 24, Architekturstudent aus München, ledig, möchte sich wegen familiärer Krebsvorgeschichte umfassend zu empfohlenen Impfungen und Präventionsmaßnahmen beraten lassen. HPV-Impfstatus negativ.
Junger Mann mit kurzen Haaren und Bart, daneben Infotext: Daniel, 24, Architekturstudent aus München, ledig, möchte sich wegen familiärer Krebsvorgeschichte umfassend zu empfohlenen Impfungen und Präventionsmaßnahmen beraten lassen. HPV-Impfstatus negativ.

  • Zeitmangel durch Job und Hobbys
    (3 Termine für die vollständige Impfung ab einem Alter von 15 Jahren)6
  • Unsicherheit, ob die HPV-Impfung in ihrem Alter noch sinnvoll ist
  • Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Für eine vollständige Impfserie sind bei Erwachsenen 3 Impfungen notwendig. Alle 3 Dosen sollten innerhalb eines Zeitraums von 1 Jahr verabreicht werden. 5
  • Studiendaten konnten zeigen, dass auch Erwachsene ≥ 18 Jahre ohne bisherige HPV-Impfung noch individuell von der HPV-Impfung profitieren können.10–15
  • Die meisten gesetzlichen Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung auch für erwachsene Frauen und Männer im Alter von 18 – 26 Jahren. Es sollte vorab geklärt werden, ob dies auch auf die eigene Krankenkasse zutrifft.
  • Die wichtigste Maßnahme zur Prävention bestimmter HPV-bedingter Erkrankungen ist die HPV-Impfung.1

3. Akute Anliegen– Impfstatus bei Verletzungen prüfen

Beispiele:

Junger Mann mit blondem Haar, daneben Infotext: Lukas, 22, Kfz-Mechatroniker aus Köln, ledig, hatte eine Verletzung am Bein und möchte zur Wundversorgung ärztliche Abklärung sowie empfohlene Schutzimpfungen erhalten. HPV-Impfstatus negativ.
Junger Mann mit blondem Haar, daneben Infotext: Lukas, 22, Kfz-Mechatroniker aus Köln, ledig, hatte eine Verletzung am Bein und möchte zur Wundversorgung ärztliche Abklärung sowie empfohlene Schutzimpfungen erhalten. HPV-Impfstatus negativ.
Junge Frau mit dunklen Haaren, daneben Infotext: Marie, 19, Tierpflegerin aus Leipzig, Single, hat am Arm eine tiefe Kratzwunde durch eine Katze und benötigt schnelle ärztliche Versorgung sowie ggf. eine Tetanus-Impfung. HPV-Impfstatus negativ.
Junge Frau mit dunklen Haaren, daneben Infotext: Marie, 19, Tierpflegerin aus Leipzig, Single, hat am Arm eine tiefe Kratzwunde durch eine Katze und benötigt schnelle ärztliche Versorgung sowie ggf. eine Tetanus-Impfung. HPV-Impfstatus negativ.

  • fehlendes Wissen zu HPV-bedingten Erkrankungen
  • Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Verunsicherung durch die sozialen Medien
  • Ca. 9 von 10 der sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV.16
  • In den meisten Fällen heilt die Infektion von allein wieder ab. Geschieht dies nicht, können sich bei einer anhaltenden Infektion mit bestimmten HPV-Typen bei einigen Menschen gewisse Tumore wie Analkarzinome sowie Genitalwarzen (Condylomata acuminata) entwickeln.5
  • Verlässliche und fachlich fundierte Informationen über HPV und zur HPV-Impfung bieten offizielle Gesundheitsstellen wie das Robert Koch-Institut oder das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) sowie spezielle Webseiten von Patientenorganisationen.
  • Die meisten gesetzlichen Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung auch für erwachsene Frauen und Männer im Alter von 18 – 26 Jahren. Es sollte vorab geklärt werden, ob dies auch auf die eigene Krankenkasse zutrifft.
  • Die wichtigste Maßnahme zur Prävention bestimmter HPV-bedingter Erkrankungen ist die HPV-Impfung.1

4. Vorsorgebewusste Erwachsene – Motivation zur Prävention gezielt stärken

Beispiele:

Informationskarte über eine junge Frau mit Vorsorgewunsch.,Beispielperson Katharina, 23 Jahre, gesund, ledig, wünscht ärztliche Vorsorge zur Früherkennung von Erkrankungen und zum Erhalt des Wohlbefindens; HPV-Impfstatus negativ.
Informationskarte über eine junge Frau mit Vorsorgewunsch.,Beispielperson Katharina, 23 Jahre, gesund, ledig, wünscht ärztliche Vorsorge zur Früherkennung von Erkrankungen und zum Erhalt des Wohlbefindens; HPV-Impfstatus negativ.
Informationskarte über einen jungen Mann mit Vorsorgewunsch. Beispielperson: Paul, 26 Jahre, Ingenieur im Bereich erneuerbare Energien aus Ingolstadt, ledig. Anlass des Arztbesuchs: möchte sich über medizinische Maßnahmen zur langfristigen Gesundheitserhaltung beraten lassen, aktuell beschwerdefrei. Zusatzinformation: HPV-Impfstatus negativ.
Informationskarte über einen jungen Mann mit Vorsorgewunsch. Beispielperson: Paul, 26 Jahre, Ingenieur im Bereich erneuerbare Energien aus Ingolstadt, ledig. Anlass des Arztbesuchs: möchte sich über medizinische Maßnahmen zur langfristigen Gesundheitserhaltung beraten lassen, aktuell beschwerdefrei. Zusatzinformation: HPV-Impfstatus negativ.

  • Zeitmangel durch Job und Hobbys
    (3 Termine für die vollständige Impfung ab einem Alter von 15 Jahren)6
  • Angst vor möglichen unerwünschten Ereignissen Kostenübernahme durch die Krankenkasse
  • Für eine vollständige Impfserie sind bei Erwachsenen 3 Impfungen notwendig. Alle 3 Dosen sollten innerhalb eines Zeitraums von 1 Jahr verabreicht werden.5
  • Seit 2007 werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Daten zur Sicherheit der HPV-Impfung gesammelt und sie wird als in der Regel gut verträglich bewertet.5
  • Die meisten gesetzlichen Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung auch für erwachsene Frauen und Männer im Alter von 18 – 26 Jahren. Es sollte vorab geklärt werden, ob dies auch auf die eigene Krankenkasse zutrifft.
  • Die wichtigste Maßnahme zur Prävention bestimmter HPV-bedingter Erkrankungen ist die HPV-Impfung.1
  • Sprechen Sie erwachsene Frauen und Männer ab 18 Jahren aktiv auf ihren Impfstatus an.
  • Nutzen Sie reguläre Praxisbesuche für den Einstieg ins Gespräch. Zum Beispiel:
    • „Bringen Sie doch zum nächsten Termin Ihren Impfpass mit, dann prüfen wir Ihren HPV-Impfstatus.“
  • Erinnern Sie bereits bei der Terminvergabe an den Impfpass – z. B. mündlich oder durch einen Hinweis auf dem Terminzettel.
  • Nutzen Sie Routinetermine, um den Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen im Team abzustimmen.
  • Stellen Sie gut verständliches Informationsmaterial zur Verfügung – idealerweise ohne Fachbegriffe.
  • Zum Beispiel:
    • „Etwa 80 % der Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV – viele mehrfach.“
  • Bieten Sie, wenn möglich, direkt einen Impftermin an – idealerweise noch am selben Tag.
  • Weisen Sie darauf hin: Die meisten gesetzlichen und viele private Krankenversicherungen erstatten die Kosten für die HPV-Impfung auch für Erwachsene bis 26 Jahre.
  1. RKI. RKI-Ratgeber Humane Papillomviren; Erstveröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 27/2018. Letzte Aktualisierungen: Dezember 2023 [abgerufen am 26.01.2026]. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_HPV.html.
  2. Bruni L et al. Cervical human papillomavirus prevalence in 5 continents: meta-analysis of 1 million women with normal cytological findings. J Infect Dis 2010; 202(12):1789–99.
  3. Han JJ et al. Prevalence of Genital Human Papillomavirus Infection and Human Papillomavirus Vaccination Rates Among US Adult Men: National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) 2013-2014: (inkl. Supplementary Online Content). JAMA Oncol 2017; 3(6):810–6.
  4. Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz). Humane Papillomviren (HPV) als Krebs-Auslöser: Absteckung, Krebsrisiko, HPV Test; 2021 [abgerufen am 26.01.2026]. Verfügbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv2.php.
  5. Robert Koch-Institut. Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu HPV-Impfung und HPV-Infektion; Stand: 07.07.2025 [abgerufen am 26.01.2026]. Verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html?nn=16906560.
  6. Robert Koch-Institut (RKI). Ständige Impfkommission. Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026 Epid Bull 2026;4:1-79; 2026 [abgerufen am 26.01.2026]. Verfügbar unter: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Epidemiologisches-Bulletin/2026/04_26.pdf?__blob=publicationFile.
  7. Bayrisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention. Die HPV Impfung: Infos für Jugendliche & ihre Eltern [abgerufen am 26.01.2026]. Verfügbar unter: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/humanes-papilloma-virus/.
  8. Meites E et al. Epidemiology and Prevention of Vaccine-Preventable Diseases: Chapter 11: Human Papillomavirus; 2023 [abgerufen am 26.01.2026]. Verfügbar unter: https://www.cdc.gov/pinkbook/hcp/table-of-contents/chapter-11-human-papillomavirus.html.
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